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Fundsachen

Obst- und Gemüsenetz

 

Wenn du mit der Papiertüte, in die dir die freundliche Verkäuferin bei Deinem Bäcker, dem Handwerker, das Giesemer Brot eingepackt hat, zum Supermarkt gehst und eine Birne Abate Fetel aus Südttirol zu 256 g reingetan hast, an die Kasse gehst, mußt du damit rechnen, komisch angeschaut zu werden. "Was ist denn das", entfährt ihr. Die Kassiererin öffnet die Bäckertüte und schaut rein. Das muss sie.

Wenn du aber meine Fundsache von heute mitnimmst und die Birne Abate Fetel aus Südttirol zu 256 g in dieses fantastische Netz packst, guckt sie überhaupt nicht und wiegt. Du kannst ja noch dazu sagen "Tara 20g". Sie fragt dann zurück "Was ist das". "Verpackung" kommt knallhart deine Anwort.

Ist zwar auch Kunststoff, dieses fantastische Netz von REWE, aber du kannst es 256 mal verwenden, immer wieder abspülen und die Birne damit an die frische Luft hängen.

Du merkst: Ich mag das nicht, dieses in Plastik eingesperrte Obst und Gemüse.

Die Milchkanne

 

Mein Onkel Gustav, der bei der Alemannia Nied immer im Tor war, der Jule, der hat uns im RAW Nied aus irgendwelchem Metall eine Milchkanne gedreht, denn er war Dreher.

Mit dieser Milchkanne habe ich immer Milch geholt. Den Markschein habe ich schon in der Hand und die kostbar Milchkann auch. Mit dem Richard gehe ich jetzt die Sauerstraße bis ans Eck an die Franz-Simon-Straße zum Henneberger. Der füllt nicht nur Milch in die mitgebrachte Milchkanne, der verkäuft auch Mehl und Zucker in Papiertüten und alle mögliche Kolonialwaren.

An Plastik außer dem Staniol um die Schokolade kann ich mich eigentlich nicht entsinnen. In Gläsern gabs auch Marmelade und Honig.

Mer musst natürlich achtgebe uffem Heimweg, sonst war schon beim Ottmann kaum noch Milch in de Kann vom meim Onkel Gustav.

Du ahnst es, uff der Kann war kein Deckel druff. En Deckel drehe hat der Jule net meer geschafft. Der Rand obe an der Kann war auch so schepp; da hätte kein Deckel druffgepasst.

                                                                                Des muss so um 1950 passiert sein.

Des Bildmit der MIlchkanne habe die Schlittemädcher  gemacht. Der Schlitt hatte eine Drogerie gegenüber vom Gnádee, der Wirtschaft an der Eck von der Schmidtborn-straße. Dem seine Töchter haben mich sehr gern fotografiert. In seiner Drogerie hat er aach Filme verkauft und entwickelt. Hab ich da auch meine Bilora-Box gekauft? Bestimmt, un immer widder Filme.

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© Gert Linz